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Führerscheinreform 2027: Was sich ändern soll und wann

Die Bundesregierung will die Fahrausbildung reformieren: Die Theorie soll ohne Präsenzpflicht komplett digital möglich sein, die feste Zahl von zwölf Sonderfahrten entfallen und der Fragenkatalog kleiner werden.1 Beschlossen ist das noch nicht. Hier liest du, was geplant ist, wo das Gesetz gerade steht und was das für dich heißt.

Stand Oktober 2026: noch nicht beschlossen

Der Gesetzentwurf (Drucksache 21/7404) wurde am 24. September 2026 im Bundestag in erster Lesung beraten und liegt jetzt im Verkehrsausschuss. Danach müssen Bundestag und Bundesrat noch zustimmen.2 Wir aktualisieren diesen Beitrag, sobald sich etwas tut.

Das soll sich mit der Reform ändern

Theorie ohne Präsenzpflicht

Die Pflicht, für den Theorieunterricht in der Fahrschule zu sitzen, soll wegfallen. Fahrschüler*innen sollen sich das Wissen komplett digital aneignen können, zum Beispiel über eine App. Fahrschulen entscheiden dann selbst, ob und wie sie zusätzlich Theorieunterricht anbieten.1

Kleinerer Fragenkatalog, einfachere Bewertung

Das komplizierte Punktesystem der Theorieprüfung soll vereinfacht und der Fragenkatalog verkleinert werden. Fragen zur Verkehrssicherheit sollen dabei besonders im Fokus bleiben.3

Keine feste Zahl an Sonderfahrten mehr

Heute sind für die Klasse B zwölf Sonderfahrten Pflicht: fünf Überlandfahrten, vier auf der Autobahn und drei bei Nacht. Künftig soll das Gesetz nur noch vorschreiben, dass solche Fahrten stattfinden. Wie viele Stunden du brauchst, soll sich nach deinem Können und der Einschätzung deines Fahrlehrers richten.2

Üben mit Eltern oder anderen Angehörigen

Über eine Erprobungsklausel sollen Fahrschüler*innen nach bestandener Theorieprüfung zusätzlich mit einer vertrauten Person üben können, zum Beispiel mit den Eltern. Das ergänzt die Ausbildung in der Fahrschule, ersetzt sie aber nicht. Ob sie dieses Modell erproben, entscheiden die Bundesländer jeweils selbst.3

Mehr Transparenz bei Preisen

Die Preise und Bestehensquoten aller Fahrschulen sollen online veröffentlicht werden, damit du Fahrschulen besser vergleichen kannst. Außerdem sollen Fahrschulen von Dokumentationspflichten entlastet werden und Simulatoren in der Ausbildung grundsätzlich erlaubt sein.3

Der Zeitplan: Wo steht die Reform?

SchrittDatum
Bundeskabinett beschließt den Gesetzentwurf20.05.2026
Stellungnahme des Bundesrats mit Änderungsvorschlägen10.07.2026
Gesetzentwurf geht an den Bundestag (Drucksache 21/7404)29.07.2026
Erste Lesung im Bundestag24.09.2026
Öffentliche Anhörung im Verkehrsausschuss05.10.2026
Als Nächstes: Ausschussberatung, 2./3. Lesung, Bundesratoffen

Zusammengestellt aus Bundestag, Bundesregierung und der Zeitplan-Übersicht der Fahrschule Aschmann.2, 3, 5

Gelten soll die Reform ab 2027.4 Nach den Entwürfen sollen erste Regeln ab dem 1. Januar 2027 greifen und weitere, etwa die neuen Prüfungsregeln und das Üben mit Angehörigen, ab dem 1. Juli 2027. Das klappt aber nur, wenn Bundestag und Bundesrat rechtzeitig zustimmen.5

Was sagen Befürworter und Kritiker?

In der Anhörung im Verkehrsausschuss haben ADAC und der Logistikverband BGL die Reform grundsätzlich unterstützt, die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) hat sie gelobt. Vertreter der Fahrschulen warnten dagegen vor Risiken für die Verkehrssicherheit und die Qualität der Ausbildung.2

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat hält eine vollständig digitale Theorie für schwierig, weil sich Gefahreneinschätzung und der Umgang mit anderen Verkehrsteilnehmern per App kaum vermitteln ließen. Die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände nennt die Kürzung der Prüfungsfragen „Augenwischerei“ und sieht das Üben mit Angehörigen kritisch.4

Was bedeutet das für dich?

Was die Reform für Spurklar heißt

Bis die Reform gilt, lernst du mit Spurklar parallel zu deiner Fahrschule: kurze Lektionen, Prüfungsfragen mit Erklärungen und dein Lernfortschritt. Sobald die Präsenzpflicht wegfällt, soll Spurklar die komplette Theorie abdecken. Für die Fahrstunden bringen wir dich dann zu einer Partnerfahrschule in deiner Nähe. Wie genau digitale Angebote dann aussehen dürfen, hängt von den finalen Regeln ab. Wir halten dich hier auf dem Laufenden.

Kurz beantwortet

Ab wann gilt die Führerscheinreform?

Noch gar nicht, die Reform ist nicht beschlossen. Geplant ist ein Start ab 2027, laut Entwurf teils ab dem 1. Januar und teils ab dem 1. Juli 2027.5

Muss ich noch zum Theorieunterricht in die Fahrschule?

Ja. Solange die Reform nicht in Kraft ist, bleibt der Theorieunterricht in der Fahrschule Pflicht.

Wird der Führerschein durch die Reform billiger?

Das ist das Ziel der Bundesregierung. Wie viel du am Ende sparst, hängt vor allem davon ab, wie viele Fahrstunden du brauchst. Was der Führerschein heute kostet, liest du in unserem Überblick Was kostet der Führerschein 2026?

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Quellen

  1. Deutscher Bundestag, hib (heute im bundestag): Öffentliche Anhörung zur geplanten Führerscheinreform (Drucksache 21/7404). bundestag.de
  2. Deutscher Bundestag: Fahrschulausbildung soll reformiert werden (1. Lesung, 24.09.2026). bundestag.de
  3. Bundesregierung: Reform der Fahrschulausbildung startet. bundesregierung.de
  4. ZDFheute: Führerscheinreform beschlossen – das ist geplant (20.05.2026). zdfheute.de
  5. Fahrschule Aschmann: Führerscheinreform 2027 – Stand, Zeitplan & FAQ (Übersicht auf Basis der Bundestags- und Bundesrats-Drucksachen). fahrschule-aschmann.de

Alle Angaben ohne Gewähr. Wir recherchieren sorgfältig, Regeln, Fristen und Bußgelder können sich aber ändern. Verbindlich sind die aktuellen Gesetze und die Auskunft deiner Fahrschule oder Führerscheinstelle. Stand: 23. Oktober 2026.